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Rauhnachtwanderung Beziehungen Familie Natur und ich

Unser geplantes Ziel in die Partnachklamm klappte nicht, da leider der Zugang gesperrt war. Spontan hatten wir dann umgeplant und fuhren Richtung Spitzingsee. Die Fahrt ging durch tiefverschneite Straßen, Stau an vielen Orten und einer abenteuerlichen Rutschpartie hoch hinauf auf den Berg.  Wir kamen im Dunkeln an und gönnten uns einen Hüttenabend mit Selbstgekochten. Lara erwies sich als eine tolle Köchin.

Familie, Glück und Beziehung
sind in Deiner Hand.
Verabschiede Schuldzuweisungen
und schaue in Dich selbst.
Alles ist in Dir um das Leben zu erschaffen,
das Du Dir wünscht.
Manchmal reicht ein neuer Blick
manchmal ein gemeinsam anderes Erlebnis
manchmal eine Trennung
manchmal neue Menschen
manchmal einfach nur eine Auszeit
mit Dir selbst.

(Birgit M. Widmann)

Unsere Gruppe war sehr international. Tschechei, Mali, Senegal und Deutschland. Mit Frauenpower ging es in der Nacht noch auf Wanderschaft durch die tiefverschneite Landschaft rund um den Spitzingsee. Schneeflocken fielen leise auf unseren Körper und wir genoßen die Stille der Natur. Der Weg war in dem neuen Weiß der Landschaft einfach zu finden. Gewohnte Wege erwiesen sich jedoch als anstrengend, da wir bis zu den Schultern im Neuschnee versanken. Nach einem anstrengenden Aufstieg mit starkem Gegenwind erreichten wir eine geschützte Ebene. Der Wind trieb uns an und stärkte unseren Rücken. Ruhe kehrte nach der Anstrengung zurück und wir waren stolz darauf, die anstrengende Steigung gemeistert zu haben. Ich machte mit großen Schritten eine Spur in den tiefen Schnee, damit Lara es ein wenig einfacher hatte. Und doch ging sie oft andere Wege, da sie auf meinem Tritt tiefer sank. Der neue Weg wurde von uns gemacht. Am nächsten Tag sahen wir, dass viele diese Fußstapfen nutzten, um einfach auf den Berg zu kommen.

Die Männer verschliefen dieses Ereignis und konnten am nächsten Tag mit uns den herrlichen Sonnenschein und die tief verschneite Landschaft genießen. Wie Kinder liefen wir durch den Schnee, lachten, sangen und spielten in diesem Traum von weiß. Einfach nur sein und nichts denken. Miteinander genießen, ohne Sprache, Vorurteil und Denken. Die Energie war herrlich harmonisch und wir waren alle in Fröhlichkeit miteinander verbunden. Bei der Heimfahrt wurden wir noch von einem traumhaften Blick auf den Schliersee belohnt.

Für Ihren Lebensbaum:

Malen Sie Ihre Verbindungen zu anderen Menschen und zu sich selbst in das Bild, so wie Sie es sich wünschen und wie Sie es sehen. Es können Sterne, Blumen oder Symbole sein. Verbinden Sie alles miteinander und überlegen Sie, wie sich ihre Beziehungen gestalten. Sind sie leicht oder schwer? Was macht sie leicht, was macht sie schwer? Was wünschen Sie sich und woran liegt es, dass Sie es vielleicht nicht leben?

Unsere Bilder zur Inspiration

 

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zu den Kelten – Reinigung und Loslassen

Am 30.12. ging es in den Grafrather Wald. Das ist ein hochmystischer Ort, indem schon die Kelten ihre Rituale abhielten. Für mich war es eine Rückkehr in meine alte Heimat. Trotz dem schlechten Wetter waren wir eine große Gruppe. Wir wollten uns an diesem Tag damit verbinden, was uns behindert, was um Reinigung bittet und was losgelassen werden kann.

Angst vor der Zukunft kommt aus der Vergangenheit.
Vorurteile entstehen aus Erlebnissen, die vorbei sind
und der Vorstellung wie es zu sein hat für sich selbst.
Verlassen wir unsere Komfortzone des Gewohnten
so öffnen sich neue Sichtweisen und neue Erkenntnisse.
Was bisher ein großes Hindernis war,
wird auf einmal klein und unwichtig.
Nach Regen folgt Sonnenschein,
Nach der dunklen Nacht folgt ein heller Tag.
Sind es nicht auch die dunklen Zeiten,
in denen wir Ruhe tanken können
um gestärkt der Sonne entgegenzulaufen?
(Birgit M. Widmann)

Der mystische Wald rund um Grafrath zog an diesem Tag auch ein sehr mystisches Wetter an. Regen, Kälte und dunkles Licht hielt unsere TeilnehmerInnen nicht davon ab, teilzunehmen. Einen geplanten Weg durch den Wald gab es nicht. Wir ließen uns leiten von der Intuition. Bergaufwärts begann es stark zu regnen. Fast so, als wollte die Natur uns von unseren schweren Wegen durch das Leben reinigen. Nach einer komfortablen Forststraße folgte der Aufstieg durch die “bayerische Taiga”. Wer ein Ziel hat, der muss sich dafür auch anstrengen.  An einem hohen Punkt angekommen, überraschte uns Helmuts Muschel mit ihrem tiefen Klang durch den Wald.  Entspannt legten wir unsere Dinge ab, die wir nicht mehr benötigen und gingen weiter zu unseren Feuerplatz. Das Ritual verlief heute auch nicht so, wie wir es gewohnt waren. Es kreierte sich aus der Situation etwas Neues, welches sich als gut erwies und ausbaufähig ist. Das Wetter störte nicht, auch die Kälte in unseren Gliedern verschwand nach einer Weile des Gehens.

Betrachten Sie heute ihren Lebensbaum. Gibt es Dinge in Ihrem Leben, auf die Sie stolz sind, dass Sie sie geschafft haben? Sicher hatten Sie einige schwere Zeiten zu bewältigen. Wie sieht heute ihr Leben aus? Hängen Sie noch emotional an Dingen, die längst erledigt sind, deren Verhaltensmuster Sie aber trotzdem noch folgen? Schreiben Sie auf, wie Sie auf Menschen reagieren, von denen Sie schon ein festes Bild vor Augen haben? Ist der Mensch wirklich so, wie sie ihn sehen oder gibt es noch Wesenszüge, die sie noch gar nicht erkannt haben? Wie ist es mit Ihnen selbst? Wie reagiere ich in der Gruppe? Führe ich, kann ich geführt werden, wie reagiere ich auf beide Situationen? Haben Sie Talente und Fähigkeiten, die Sie vielleicht gar nicht oder nur gering würdigen?

Malen Sie Ihre Sonne in Ihr Bild. So wie Ihr Inneres leuchtet. Wenn Sie klein gerät, dann malen Sie sich größer. So wie Sie es sich wünschen – und noch ein Stückchen größer.

Unsere Bilder des Tages:

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innere Einkehr und Wünsche für das neue Jahr

Nymphenburger Park

Am 31.12.2017 wanderten wir in München durch den Nymphenburger Park. Innere Einkehr und Wünsche für das neue Jahr, das war unser Motto.

Wenn Du meinst, dir wurde unrecht getan,
oder das Leben meint es nicht gut mit Dir.

Dann warte still und gehe in den Moment des Jetzt.
Fühle, was Du fühlst.
Ohne daran zu denken, was Du erwartest
oder wie es sein sollte.
Fühle und schaue in Dich hinein
was Du Dir wünscht und was ist.
Vielleicht entdeckst Du,
das alles gut ist.
Vergib, lass los und schaue nach vorn.
Das gibt Kraft für das hier und jetzt.
(Birgit M. Widmann)

Eigentlich sollte die Wanderung ausfallen, damit wir selbst wieder Kraft schöpfen können. Unverhofft klingelte es an der Praxistüre und spontan entschloss ich mich, mit Andrea und Ibrahim durch den Park zu wandern. Das war eine wichtige Entscheidung für mich und für unsere Rauhnächte.

Mitten in der Stadt und an einem Tag, an dem viele die Natur rund um das Schloss nutzen, gingen wir mit anderer Wahrnehmung durch den Park. Es fühlte sich fast so an, als wären wir alleine unterwegs. Unter einer Gruppe von Bäumen verbanden wir uns mit der dortigen Landschaft. Meine Mundharmonika begrüßte die Natur und ließ die Bäume tanzen, so dass wir den Rhythmus schwingend im Boden spürten. Mit ihnen unsere Gedanken und Gefühle. Fast unmerklich kehrte Ruhe in unser Inneres ein und eine harmonische Stimmung verband uns. Jeder konnte sein, was und wie er ist. Nur so können wir uns unseren Wünschen und Zielen öffnen.

Der Kommentar der Teilnehmerin (auch die Fotos sind von Andrea ;), da ich unvorbereitet meinen Fotoapparat nicht bei der Hand hatte:

“Eigentlich gehe ich mehrmals im Monat im Nymphenburger Park spazieren. Ich liebe ihn und kenne ihn recht gut. So war ich auch mit Birgit und Ibrahim da und es war ganz anders als sonst. Die Natur,, die Bäume, das Sonnenlicht, das war alles so lebendig. Ich habe gespürt daß alles miteinander verbunden ist. Es war so schön was Birgit zu den Bäumen zu erzählen hat. Tiefgreifend und wissend und für mich erfahrbar. Ich selbst habe mich sehr im Einklang gefühlt, so sind auch Visionen für 2018 aufgetaucht. Eine sehr schöne, heitere, tiefe und entspannte Wanderung unter einer sehr erfahrenen Leitung mit vertrauensvoller Atmosphäre. Ich war danach erfrischt, sehr entspannt, dankbar und bei mir selbst. Danke.
Andrea R.”

Zum neuen Jahr:

Wir spüren oft nicht, was uns umgibt. Schnell und in Gedanken erledigen wir unsere Programmpunkte. Unser Kopf rennt dem Morgen hinterher und vergisst, was im Moment präsent ist. Halten wir kurz inne und schauen einfach nur, was jetzt, im Moment ist. Unser Plan für den Tag kann warten. Der Moment kreiert unser weiteres Vorgehen und sagt uns, was richtig ist.

  • Wie waren meine Tage / Wochen / Monate im zurückliegenden Jahr?
  • Was hat mich angetrieben, wovon wurde ich getrieben?
  • Was nehme ich wahr, wenn ich in meinen Aufgaben / Welten / mit Menschen unterwegs bin?
  • Bin ich frei von Vorurteilen oder welches Thema lässt mich nicht den Augenblick wahrnehmen?
  • In welcher Situation / mit welchen Menschen fühle ich mich wohl?

Malen Sie in Ihren Baum nun das für Sie Unsichtbare. Vielleicht fallen irgendwo Schatten und Licht, vielleicht gibt es noch Blumen irgendwo. Vielleicht finden Sie ein Detail, das Sie noch mehr betonen möchten mit Farben, Umrandungen … Kreieren Sie die Schönheit Ihres Lebens.

Noch ein paar Fotos zur Inspiration: