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neue Forschung und altes Wissen

Bei einer meiner Reisen nach Sibirien lernte ich einen alten Brauch bei Neugeborenen kennen. Sie nähten ein kleines Säckchen, indem bei Geburt des Kindes ein Teil der Nabelschnur aufbewahrt wird. Auf meine Nachfrage erklärten mir die Heiler, dass dies für das weitere Leben des Kindes nützlich sein könnte, da man damit Krankheiten behandeln kann.

Bei neueren Internetrecherchen entdeckte ich nun den Artikel “Der Schatz aus der Nabelschnur”. Neue Stammzellenforschungen entdecken das hohe Potential von Nabelschnurstammzellen. Nabelschnurblut enthält überdurchschnittlich viele hämatopotische Stammzelen, die für die Blutbildung wichtig sind. Das Nabelschnurgewebe enthält mesenchymale Stammzellen. Diese sind für Neubildung und Reparatur von Knochen, Knorpeln, Sehnen, Muskeln und organischem Gewebe zuständig. Bei Verbrennungen wurden bereits in den 1980iger Jahren schwere Verbrennungen mit mesenchymale Stammzellen behandelt, um neue Hautpartien zu bilden. Neben Knieknorpelschäden denkt man bereits an die Behandlung defekter Bandscheiben. Mehr als 500 klinische Studien laufen gerade weltweit, um den Einsatz von mesenchymalen Stammzellen zu erforschen.

Ein altes Nabelschnurkissen der schamanischen Kulturen führte mich nun zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Stammzellenforschung. Wo wohl das alte Wissen vergraben liegt?

Hier geht es zum aktuellen Artikel zur Stammzellenforschung:
https://www.vita34.de/magazin/der-schatz-aus-der-nabelschnur-und-sein-gewaltiges-potenzial/

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Trancezustand bei schamanischen Trommeln

Während einer schamanischen Sitzung geht man in einen Trancezustand, der uns stärker mit unserem inneren Bewusstsein verbindet. Dies Methode ist schon seit Menschheitsgedenken in unseren Kulturen verankert. 2015 hat nun das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften eine Studie durchgeführt, bei der die Vorgänge im Gehirn an Probanten gemessen wurden.

Das Ergebnis: Bewusstseinszustände von Trance gehen mit spezifischen Netzwerkkonfigurationen und Wahrnehmungsentkoppelung einher

8. Juli 2015 – Originaltext des Max-Planck Instituts:

” Bestimmte Methoden und Prozeduren erlauben schamanisch Praktizierenden den absorptiven Bewusstseinszustand der schamanischen Trance zu erreichen. Typischerweise wird die Bewusstseinsveränderung mittels rhythmischer Trommelmusik erzielt. In einer von MPI Wissenschaftlern und internationalen Experten der Bewusstseinsforschung initiierten Studie wurden erstmals sowohl funktionelle MRT- als auch elektrophysiologische Daten erhoben. So konnten mit dem Trancezustand einhergehende Veränderungen von Gehirnaktivität und Konnektivität aufgedeckt werden. Die Wissenschaftler fanden nicht nur Veränderungen von Gehirnnetzwerken welche mit intern ausgerichteten Gedankenströmen und kognitiver Kontrolle assoziiert sind. Sie stellten überdies auch eine Entkopplung von der äußeren Wahrnehmung fest.

Schamanische Praxistradition gehört zu den ältesten spirituellen Heilverfahren der Menschheit. Erstaunlich ähnliche Ausprägungsformen dieser extrem alten Praktiken sind kulturübergreifend in der gesamten Welt vorzufinden. Um einen Trancezustand zu erreichen, spielt rhythmisches, schnelles Trommeln häufig eine sehr wichtige Rolle.

Der Trancezustand wird von praktizierenden Schamanen oft als eine Reise in das Innere beschrieben und geht nach Erfahrungsberichten mit einer Art erweitertem Bewusstseinszustand einher, welcher innere Erkenntnisse, Klarheit und besondere Einsichten ermöglicht. Dieser veränderte Zustand wird begleitet von einer Einschränkung der Bewusstheit äußerer Umstände, beispielsweise auch der Hörwahrnehmung.
Die Beobachtung dass diese Praxis in beinahe allen Kulturen weltweit zur menschlichen Tradition gehört und überall nahezu identische Techniken hervorgebracht hat, legt nahe, dass diese schamanische Praxis eine gemeinsame neurobiologische Basis hat. Dennoch weiß man bis heute fast nichts über die neuralen Bedingungen des veränderten Bewusstseinszustandes in Trance.

Wissenschaftler des MPI und anderer Wissenschaftseinrichtungen haben nun mit einer Studie einen ersten Schritt gemacht um dieses Phänomen zu erforschen. Sie untersuchten fünfzehn erfahrene, praktizierende Schamanen aus Deutschland und Österreich mit Messungen im Magnetresonanztomographen am MPI in Leipzig. Während der Messungen wurden die Schamanen gebeten, sich entweder in einen Trancezustand zu versetzen oder dies zu vermeiden, während über Kopfhörer rhythmisches Trommeln eingespielt wurde. So konnten die Wissenschaftler anhand der gemessenen Daten und analytischer Methoden bestimmen, welche Gehirnbereiche während des veränderten Bewusstseinszustandes stärker oder schwächer miteinander vernetzt waren.

Die Datenauswertung ergab, dass bei allen Teilnehmern nach eigener Aussage ein Trancezustand erreicht wurde und wichtige Knotenpunkte des Nervennetzwerkes in drei Regionen verstärkt waren: im Posterior Cingulate Cortex (PCC), im dorsalen Anterior Cingulate Cortex (dACC) und in der Insula.

Nachweisen konnten die Forscher eine steigende Koaktivierung im PCC, einem Standard-Netzwerk, das typischerweise bei innerlich orientierten kognitiven Zuständen involviert ist, mit dem dACC und der Insula, beides Gebiete, die zum Kontrollnetzwerk gehören und dazu dienen, wichtige neurale Informationsströme aufrechtzuhalten. Diese Koaktivierung bedeutet, dass der innerlich orientierte neurale Informationsstrom verstärkt wurde durch die Modulation des Kontrollnetzwerkes.

Weiterhin fanden die Forscher heraus, dass während des Trancezustandes Knoten des auditorischen Signalweges weniger untereinander verbunden sind. Dies könnte bedeuten, dass die äußere Wahrnehmung entkoppelt, beziehungsweise die sich wiederholenden auditiven Stimuli (Trommelklang) unterdrückt wurden. Die Stimuli scheinen die Signalverarbeitung im auditorischen System zu reduzieren, was möglicherweise durch deren repetitive und damit vorhersagbare Eigenschaften bedingt wird.

Ein rascher Rhythmuswechsel wird gewöhnlich benutzt um die schamanische Reise zu beenden. Er bringt das Kontrollnetzwerk dazu, wieder äußeren Wahrnehmungen Aufmerksamkeit zu schenken und einen normalen Bewusstseinszustand herzustellen. Mit anderen Worten: Das Kontrollnetzwerk scheint die Fokussierung auf die innerlichen Bewusstseinsvorgänge zu steuern, während äußere Wahrnehmungsaufgaben entkoppelt werden, wodurch die häufig berichtete Steigerung der inneren Bewusstheit und Einsicht erzielt wird. “

Quelle: https://www.cbs.mpg.de/248825/20150708-01

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Sie möchten was Neues kennenlernen? Jeden Dienstag biete ich schamanische Meditation:

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Die Trommel als Seelenstreichler

Trommelbaukurs

Wir sind tagtäglich den Klangteppichen unserer Umgebung ausgeliefert. Wie fühlt es sich beispielsweise an, wenn Ihr Nachbar mit dem Laubbläser unter Ihrem Balkon zugange ist? Oder, wenn Sie den Donner eines starken Gewitters vermehmen? Fühlen Sie dann die tiefliegende Angst vor dieser Naturgewalt? Schwingungen können uns unruhig werden lassen. Genauso ist es möglich, dass uns diese Schwingungen beruhigen. Klangschwingungen beeinflussen unser ganzheitliches System. Vertrauen Sie einer sehr alten Tradition der Trommelmeditation und lassen Sie sich in eine wohltuende Ruhe entführen.

Archaische Ursprünge

Bereits der Philosoph Platon (428 vor Christi) war überzeugt: „Musik und Rhythmus finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele“, und damit hatte er wohl schon damals recht. Klang ist Schwingung.

Trommelrhythmen sind seit Jahrtausenden mit den Gefühlen der Menschen verbunden. Sie lösen tief in uns ein Urvertrauen und Gefühl der Ruhe aus. Den ersten Ton, den wir als Embryo vernehmen, ist der Herzschlag der Mutter, der einem Trommelklang gleich ist. In tibetischen Klöstern praktiziert man noch heute die Herzschlagtrommelmeditation. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass der Klang der Trommel Energieblockaden, bisherige Denkmuster und Ängste auflösen kann und Körper, Geist und Seele harmonisieren.

Die Wirkung der Schwingung

In vielen Völkern der Erde wird Klang zur Entspannung, Heilung, Stärkung, Reinigung und Klärung eingesetzt. Dabei kommen neben der schamanischen Trommel auch indianische Flöten, Klangschalen, Rasseln, Didgeridoo und Kirchenglocken zum Einsatz. Zeremoniell setzt(e) man auch Rituale mit Klang ein, damit Pflanzen besser wachsen. So finden vielerorts Rituale in der Natur statt, um im Frühjahr der Erde eine Ehre zu erweisen, damit die Ernte gut ausfällt und das Vieh gesund durch das Jahr kommt. In wissenschaftlichen Studien fand man heraus, dass beispielsweise klassische Musik Pflanzen positiv zum Wachstum inspirieren. Also, wenn wissenschaftlich bewiesen ist, dass Pflanzen positiv durch die Schwingung der Musik beeinflusst werden, warum sollte das nicht auch bei Menschen funktionieren?

Klangmeditation und schamanisches Trommeln

Während einer Klangmeditation beruhigen wir unseren Geist und geben ihm die Möglichkeit, in die beruhigende, gleichförmige Klangwelt einzutauchen. Gerade für gestresste Menschen ist dies ein einfacher Einstieg in die Ruhe einer Meditation. Westlich geprägte Menschen haben oft Schwierigkeiten, von 100 Prozent auf 0 abzuschalten, was oft bei den klassischen Sitzmeditationen praktiziert wird. Durch die Klänge tauchen wir ein in unsere Seelenwelt und finden das sogenannte “Goldene Haar”, dass unseren Herzschlag und unseren Geist beruhigt. Durch diese “Führung” können wir von unserem alltäglichem Gedankenkarussell loslassen und tief in unsere innerste Ruhe einsinken. In meinen Kursen und Seminaren erhalte ich jedesmal die Rückmeldung der TeilnehmerInnen, dass sie sich wundersam ruhig und entspannt fühlen.

Wissenschaftliche Studien und Projekte

An der Technischen Universität Chemnitz wird seit 2009 erforscht, wie man mit konsequenter Arbeit am Schlagzeug das Gehirn fit hält. Das soll auch bei der Behandlung von Menschen mit Depressionen helfen. Diese Versuchsreihe unterstreicht meine praktischen Erfahrungen, dass durch Trommelmeditationen positive Effekte erzielt werden.

. Link zur Ärztezeitung.

Forschungsprojekt schamanischer Behandlungen bei Frauen mit Kiefergelenkserkrankungen.
zur klinischen Studie >>

Jeden Dienstag, 19.30 Uhr in München

Tauchen Sie ein in meine Trommelmeditation – jeden Dienstag um 19.30 Uhr in München und lassen Sie Ihre Seele streicheln. Gerne können Sie auch einen individuellen Einzeltermin buchen.
Weitere Informationen >>

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Gesprächswanderungen

Gehen Sie mit mir auf Wanderungen und entdecken Sie die Berge und die Natur mit einem ganz neuen Blick. Achtsam wandern und entdecken, unter diesem Motto stehen meine  therapeutischen Wanderungen.

Um in die Ruhe zu kommen, gehen wir bewusst einen Weg, teilweise schweigend und mit geschärfter Sinneswahrnehmung, konzentriert auf das, was wir bisher vielleicht noch nie bewusst aufgenommen haben. Dabei fliessen Erkenntnisse aus der Erlebnispädagogik und Eindrücke aus meinen Reisen in abgelegene Orte wie Sibirien und Venzuela mit mit ein.

Während dieser Wanderung erleben Sie viele Möglichkeiten, die Natur für Ihr Anliegen wahrzunehmen. Während der Wanderung “gehen” wir Ihre Fragestellung an. Durch die Bewegung und dem veränderten Umfeld eröffnen sich vielfach neue Sichtweisen auf das Thema und es eröffnen sich neue Sichtweisen und Erkenntnisse.

Therapeutische Wanderungen sind möglich in den Parks von München, im Umland an den bayerischen Seen oder in den Bergen.

Diese Wanderungen sind auch möglich für Paare und Gruppen, die sich mit einem bestimmten Thema auseinandersetzen möchten. Hier fliessen Methoden aus der Wildnis- und Erlebnispädagogik mit ein.

Bewährt haben sich auch Veranstaltungen mit Firmen und Programme als Zusatzbaustein für das betriebliche Gesundheitswesen.

Bitte fragen Sie nach meinen aktuellen Terminen für offene Gruppen, Telefon 089 28 80 74 33, email widmann@arcana-concepts.de

Honorar: nach Vereinbarung und Dauer der Wanderung, ab EUR 200,00