Am 30.12. ging es in den Grafrather Wald. Das ist ein hochmystischer Ort, indem schon die Kelten ihre Rituale abhielten. Für mich war es eine Rückkehr in meine alte Heimat. Trotz dem schlechten Wetter waren wir eine große Gruppe. Wir wollten uns an diesem Tag damit verbinden, was uns behindert, was um Reinigung bittet und was losgelassen werden kann.

Angst vor der Zukunft kommt aus der Vergangenheit.
Vorurteile entstehen aus Erlebnissen, die vorbei sind
und der Vorstellung wie es zu sein hat für sich selbst.
Verlassen wir unsere Komfortzone des Gewohnten
so öffnen sich neue Sichtweisen und neue Erkenntnisse.
Was bisher ein großes Hindernis war,
wird auf einmal klein und unwichtig.
Nach Regen folgt Sonnenschein,
Nach der dunklen Nacht folgt ein heller Tag.
Sind es nicht auch die dunklen Zeiten,
in denen wir Ruhe tanken können
um gestärkt der Sonne entgegenzulaufen?
(Birgit M. Widmann)

Der mystische Wald rund um Grafrath zog an diesem Tag auch ein sehr mystisches Wetter an. Regen, Kälte und dunkles Licht hielt unsere TeilnehmerInnen nicht davon ab, teilzunehmen. Einen geplanten Weg durch den Wald gab es nicht. Wir ließen uns leiten von der Intuition. Bergaufwärts begann es stark zu regnen. Fast so, als wollte die Natur uns von unseren schweren Wegen durch das Leben reinigen. Nach einer komfortablen Forststraße folgte der Aufstieg durch die “bayerische Taiga”. Wer ein Ziel hat, der muss sich dafür auch anstrengen.  An einem hohen Punkt angekommen, überraschte uns Helmuts Muschel mit ihrem tiefen Klang durch den Wald.  Entspannt legten wir unsere Dinge ab, die wir nicht mehr benötigen und gingen weiter zu unseren Feuerplatz. Das Ritual verlief heute auch nicht so, wie wir es gewohnt waren. Es kreierte sich aus der Situation etwas Neues, welches sich als gut erwies und ausbaufähig ist. Das Wetter störte nicht, auch die Kälte in unseren Gliedern verschwand nach einer Weile des Gehens.

Betrachten Sie heute ihren Lebensbaum. Gibt es Dinge in Ihrem Leben, auf die Sie stolz sind, dass Sie sie geschafft haben? Sicher hatten Sie einige schwere Zeiten zu bewältigen. Wie sieht heute ihr Leben aus? Hängen Sie noch emotional an Dingen, die längst erledigt sind, deren Verhaltensmuster Sie aber trotzdem noch folgen? Schreiben Sie auf, wie Sie auf Menschen reagieren, von denen Sie schon ein festes Bild vor Augen haben? Ist der Mensch wirklich so, wie sie ihn sehen oder gibt es noch Wesenszüge, die sie noch gar nicht erkannt haben? Wie ist es mit Ihnen selbst? Wie reagiere ich in der Gruppe? Führe ich, kann ich geführt werden, wie reagiere ich auf beide Situationen? Haben Sie Talente und Fähigkeiten, die Sie vielleicht gar nicht oder nur gering würdigen?

Malen Sie Ihre Sonne in Ihr Bild. So wie Ihr Inneres leuchtet. Wenn Sie klein gerät, dann malen Sie sich größer. So wie Sie es sich wünschen – und noch ein Stückchen größer.

Unsere Bilder des Tages:

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